"Jetzt wickelt sich der Himmel auf, Jetzt b’wegen sich die Räder". Ganz im Sinne dieses Liedanfangs von Friedrich Spee v. Langenfeld, auf dessen Spuren sie sich begaben, machten sich Mitglieder der Christlich-Jüdischen Gesellschaft Koblenz e. V. und Freunde am 10. Juni 2018 auf nach Trier. Am Grab von Friedrich Spee, einem unerschrockenen Kämpfer gegen die Hexenverfolgung zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, brachte man ihm mit einem weiteren, heute noch populären Lied ein Ständchen dar.
Großes Interesse hatte die Gruppe natürlich daran zu erleben, wie die Stadt Trier im Jubiläumsjahr 2018 ihren Sohn Karl Marx ehrt. Im Anschluss an die Besichtigung der großen Statue, einem chinesischen Geschenk an die Stadt, und an den Besuch der neuen Ausstellung im Karl Marx-Haus gab es eine lebhafte Diskussion. Hat die Tatsache, dass Marx einer ursprünglich jüdischen Familie entstammt, Einfluss auf seine Theorien genommen? Welche seiner Gedanken haben, unabhängig davon, dass sie historisch bedeutsam sind, heute noch Relevanz? Die Gruppe nahm sich vor, die Diskussion in Koblenz fortzusetzen.
Ein Besuch des ehrwürdigen Trierer Domes und der gotischen Liebfrauenkirche rundete einen sonnigen, ereignisreichen Tag ab.
Dank an Herrn Dr. Petzel und Herrn Jonas für die exzellente Organisation!
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Paul-Eisenkopf-Preis

eisenkopfklein Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.

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Stolpersteine

steineAuf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person doku­mentiert sind.

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Links

logo cjg 100und weiterführende Informationen

der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.

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