Am Sonntag, 11. März gab es die Feier anlässlich der Verleihung des Paul-Eisenkopf-Preises. Die Feier wurde in Kooperation von Christlich-Jüdischer Gesellschaft Koblenz und Kulturdezernat der Stadt Koblenz ausgerichtet und fand im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz statt. Mit dem Paul-Eisenkopf-Preis ehrt die Christlich-Jüdische Gesellschaft alle zwei Jahre Einzelpersonen, Gruppen oder Einrichtungen aus der hiesigen Region, die sich - im Bewusstsein um die deutsche Geschichte - um ein gelungenes Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und mit unterschiedlicher religiöser Prägung verdient gemacht haben.

In diesem Jahr wurde der Preis an Herrn Werner Appel vergeben, der aus einer Koblenzer jüdischen Familie stammt. Als Jugendlicher überlebte Appel die NS-Diktatur in verschiedenen Verstecken und kehrte nach einer Emigration nach Israel 1952 wieder nach Deutschland zurück. Bis heute setzt sich Werner Appel als Zeitzeuge dafür ein, dass die Schreckenszeit der NS-Diktatur nicht in Vergessenheit gerät und Lehren aus der Geschichte gezogen werden. Die Laudatio hielt Joachim Hennig vom Mahnmalverein Koblenz, der durch seine Publikationen zur Geschichte der Juden in Koblenz und in Rheinland-Pfalz bekannt ist. In seiner Laudatio präsentierte er anhand von historischen Fotos die Lebensgeschichte von Werner Appel.

Wer nicht an der Eisenkopf-Preis-Verleihung teilnehmen konnte, kann sich den TV-Bericht von TV-Mittelrhein anschauen:

http://tv-mittelrhein.de/tvm/mediathek_tvm/details_tvm.de.jsp?video_id=17497

 

 

Paul-Eisenkopf-Preis

eisenkopfklein Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.

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Stolpersteine

steineAuf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person doku­mentiert sind.

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Links

logo cjg 100und weiterführende Informationen

der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.

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