Aktuelles

Informationen zu länger zurückliegenden Veranstaltungen sind unter dem Menüpunkt BERICHTE zu finden.

 

50-jähriges Jubiläum der CJG am 15.04.2021

Unsere Gesellschaft wurde am 15. April 1971 gegründet, sie besteht nun also seit einem halben Jahrhundert.

Welch eine lange Zeit!

Die Wiege der Gesellschaft war die ökumenische Bildungs- und Begegnungsstätte Hedwig-Dransfeld-Haus in Bendorf. Die aus Kontakten zum Leo-Baeck-College in London entstandene jüdisch-christliche Bibelwoche und die aus dem Kontakt zur Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz hervorgegangene christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft im mittelrheinischen Raum führten am 15. April 1971 zu dem offiziellen Beschluss, eine solche Gesellschaft für Koblenz zu gründen. Noch im Mai desselben Jahres erfolgte die Aufnahme in den Deutschen Koordinierungsrat.

Wir wollten dieses besondere Jubiläum punktgenau am 15. April 2021 im Historischen Rathaussaal feiern. Elmar Ries, langjähriger Vorsitzender der CJG, hätte sich darüber gefreut, seinen Festvortrag vor einem großen Publikum halten zu können, mit uns gute Musik zu genießen sowie Grußworten aus Stadt und Land zu lauschen.

Beim anschließenden Empfang wäre man ins Gespräch gekommen und hätte sich über alte Zeiten und neue Vorhaben ausgetauscht. Wie war das damals? Manches ging 1971 schneller als heute. So wundert man sich über einen wie selbstverständlich klingenden Satz im Gründungsprotokoll vom 15. April: Drei der acht Gründungsmitglieder werden beauftragt, „zum 21. ds. Js. eine Satzung des Vereins zu erarbeiten und zur Unterschrift vorzulegen.“ Heute würde das geringfügig länger als sechs Tage dauern. Andere Zeiten, andere Abläufe!

Corona macht uns für 2021 einen Strich durch die Rechnung. Wir haben die Jubiläumsfeier auf 2022 verschieben müssen. Dann auf ein Neues … im Historischen Rathaussaal in Koblenz!

 

Planungen für 2021

In den nächsten Monaten können aufgrund der nicht absehbaren weiteren Entwicklung der Pandemie Veranstaltungen, die wir im Jahresablauf sonst in den Räumen der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz angeboten hätten, nicht stattfinden. Verzichten müssen wir erneut auch auf den „Heimatbesuch“ und die Sommerfahrt.

Leider muss auch die geplante Präsentation der Ausstellung "Lebens.Kunst.Weisheit" ein weiteres Mal abgesagt werden. Wir wollten sie mit mehreren Partnern (dem Bistum Trier, der Katholischen Hochschulgemeinde Koblenz, der Katholischen Erwachsenenbildung, dem Dekanat/Citykirche und der Stadt Koblenz) Ende April in der Citykirche eröffnen. Setzen wir auch für diese Veranstaltung auf 2022!

Für das Jahr 2021 haben wir bisher Folgendes geplant:

14.09.2021, 18:00 h, Bundesarchiv, Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz. Vortrag Dr. Dr. Ittai Joseph Tamari, Thema wird über die Homepages der veranstaltenden Institutionen rechtzeitig bekannt gegeben. Gemeinsame Veranstaltung von Bundesarchiv, Jüdische Kultusgemeinde Koblenz, CJG, Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva e. V. und Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. Dr. I. J. Tamari ist als Leiter des Zentralarchivs zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland einer der gefragten Referenten im Jubiläumsjahr 2021.

Die Wanderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ – soll möglichst im Herbst 2021 nach Koblenz geholt werden. Um sie realisieren zu können, sind wir im Gespräch mit Partnern aus dem Bereich des Sports und mit der Stadt Koblenz. Es gibt einen interessanten regionalen Bezug der Ausstellung: Die Brüder Baruch (Ringer und Gewichtheber) stammen aus Bad Kreuznach. Zu Gottfried Fuchs (Fußballspieler) ist zu sagen: Senta Bernd, geborene Fuchs, verheiratet mit dem in Koblenz geborenen jüdischen Arzt Dr. Hugo Bernd, war seine ältere Schwester.

20.-27.09.21, jeweils 18:00 - 21:00 h zwischen ca. 18.15 und 19 Uhr werden täglich Vorträge zu spezifischen Themen rund um die Jüdische Religion und Kultur gehalten. Ort: Weißer Gasse, Ort der neuen Koblenzer Synagoge: SUKKOT XXL - Jüdisches Erntedank- und Nachbarschaftsfest im Rahmen einer bundesweiten Festwoche. Veranstalter: Jüdische Kultusgemeinde Koblenz und CJG.

23.10.2021, 19:30 h, Görreshaus Koblenz. Moderiertes Konzert „BEGEGNUNGEN. Shalom chaverim. Musik von jüdischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts“. Veranstalter: CJG und Jüdische Kultusgemeinde Koblenz in Kooperation mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Das Trio David Arbeiter, Katharina Wimmer und Ingrid Wendel spiegelt die Entwicklung der Musik jüdischer Komponisten innerhalb dieser Zeit und spannt den Bogen von Ernest Bloch bis Paul Schönfield.

November 2021: Pogromgedenken

 

Gruss zu Pessach und Ostern

Liebe Mitglieder und Freunde,

mit dem ersten Sederabend am 27. März beginnt das Pessachfest. Als Feier der Erinnerung und Vergegenwärtigung des Auszugs aus Ägypten und der Errettung aus leidvoll erfahrener Unfreiheit ist es für Jüdinnen und Juden eines der wichtigen Feste des Jahres. Für Christen und Christinnen folgen mit kurzem Abstand Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern mit der Erinnerung an Leiden, Tod und dessen Entmachtung, wovon die Ostergeschichten erzählen. Leiden und Tod haben nicht das letzte Wort.

In diesen Pandemiezeiten mag die Erinnerung an uralte Befreiungserfahrungen besonders tröstlich sein und Hoffnung schenken. So möchten wir Ihnen im zweiten Jahr der Pandemie bei allen Widrigkeiten Frohe Festtage wünschen.

(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Woche der Brüderlichkeit

Viele Veranstaltungen mussten pandemiebedingt abgesagt oder in abgeschwächter Form durchgeführt werden. Auch die Veranstaltung zur Woche der Brüderlichkeit in Koblenz haben wir schweren Herzens aufzugeben beschlossen, ehe wir etwas anbieten, an dem nur ein sehr eingeschränkter Kreis von Personen teilnehmen kann.
Die bundesweite Eröffnungsfeier zur "Woche der Brüderlichkeit" in Stuttgart mit Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille fand ohne Publikum statt. Die Aufzeichnung vom 07.03.2021 aus der Liederhalle in Stuttgart, SWR Fernsehen findet sich hier >>>

Das Leitthema der Woche der Brüderlichkeit lautet „… zu Eurem Gedächtnis: Visual History“. Erinnern und Gedenken spielen mit unterschiedlichen Akzenten sowohl im Judentum als auch im Christentum eine entscheidende Rolle. Beides sollte heute auch besonders in seiner gesamtgesellschaftlichen Bedeutung wahrgenommen werden.
Die Buber-Rosenzweig Medaille geht in diesem Jahr an Christian Stückl für seine Neubearbeitung der Oberammergauer Passionsspiele, die er im Lauf der Zeit immer mehr von antisemitischen Anspielungen gereinigt hat.
(Der Vorstand)

 

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2021

Am 27. Januar konnten in diesem Jahr pandemiebedingt keine Veranstaltungen vor Ort abgehalten werden, weder am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz noch in der Citykirche. Doch heißt das nicht, dass der Tag achtlos vorüberging. Es gab virtuelle Veranstaltungsformate.
Bei der Gedenkveranstaltung des Landtags Rheinland-Pfalz schlug dessen Präsident, Hendrik Hering in der Eingangsrunde eine Arbeitsgruppe des Landtags vor. Sie werde sich mit der Frage beschäftigen, wie die Erinnerungskultur weiterentwickelt werden könnte angesichts dessen, dass bald keine Zeitzeugen mehr unter uns sein werden. Diese Frage stellt sich auch hinsichtlich des Heimatbesuchs ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Koblenz und der Umgebung.
Die Stadt Koblenz hatte einen Filmbeitrag erarbeitet, der weiter verfügbar ist. Oberbürgermeister David Langner forderte nachdrücklich dazu auf, sich bewusst zu machen, was in der NS-Zeit an Grauenhaftem geschah und was im Vorfeld dazu geführt habe: „Irgendwann fängt es an“. Der Vorsitzende des Mahnmalvereins, Dr. Jürgen Schumacher, ging wie die Kulturdezernentin, Dr. Margit Theis-Scholz, auf jüdische Opfer aus dem Stadtgebiet Koblenz ein. Diese Menschen lebten „nicht an fernen Orten, sondern in unserer Stadt.“ Exemplarisch erzählte Dr. Schumacher von der Familie Schönewald aus der Bahnhofsstraße. Die drei Kinder gehörten zu den ganz wenigen der 600 jüdischen Bürgern und Bürgerinnen aus Koblenz, die überlebten; ihre Mutter, Berta Schönewald, wurde 1942 ermordet. Eindringlich sprach Dr. Schumacher die Hoffnung aus, dass das Wissen um die Vergangenheit zur Besonnenheit führen möge: „Der Zivilisationsprozeß ist nicht unumkehrbar.“ - Musikalisch gestaltet wurde die Gedenkstunde von zwei Mitgliedern der Familie Reinhardt.
Bei Einbruch der Dunkelheit brachten Vorstandsmitglieder des Mahnmalvereins stellvertretend für alle, die aufgrund der Beschränkungen nicht vor Ort sein durften, Personentafeln und Rosen am Mahnmal an und entzündeten Lichter. Bilder davon wurden bei der bundesweiten Aktion https://www.lichter-gegen-dunkelheit.de/ eingestellt.
Die Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier hatte anlässlich des 27. Januar 2021 einen kleinen Film vorbereitet. Vorgestellt werden Dr. Heinz Kahn (langjähriger Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz) sowie die Schwestern Erna, Hilda und Maria Reinhardt, https://vimeo.com/elenovela/agftrier
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Online-Veranstaltung vom 18.01.2021: Judentum verstehen: Die Feier des Schabbat und die schöpferische Ruhe

 Der Schabbat ist für religiöse Juden der wöchentliche Ruhetag, reich an jahrtausendealter Tradition und – bei allen Regeln - geprägt von Lebensfreude. Er verschafft Mensch und Schöpfung eine bewusste Pause. Einen anschaulichen Einblick in das, was der Schabbat als Kraftquelle sein soll und kann, vermittelte ein Abend mit Arie Rosen und Yedidia Toledano.
Arie Rosen, als Sohn von Lea Fleischmann in Deutschland geboren und aufgewachsen, wanderte vor 35 Jahren nach Israel aus und ist heute in der Bildungsarbeit, auch interkulturell, tätig. Yedidia Toledano, ein chassidischer Musiklehrer, ergänzte den Vortrag gekonnt durch Lieder zum Schabbat. Beide waren online aus Jerusalem zugeschaltet.
Die über 50 Zuhörerinnen und Zuhörer bekamen durch eine interaktiv gestaltete Umfrage die Gelegenheit, sich selbst mit der Frage auseinanderzusetzen, was für sie einen wöchentlichen Feiertag ausmacht, sei es der Schabbat oder der Sonntag. Gibt es (abgesehen von Pandemiezeiten) noch folgende Merkmale: besondere Kleidung, Gottesdienstbesuch, festliches Essen mit der Familie und mit Freunden?
Die Veranstaltung stellte als Kooperation des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz, der Christlich-Jüdischen Gesellschaft und des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Rheinland-Süd. E. V. eine gelungene Premiere dar. Unsere Gesellschaft war mit etlichen Teilnehmenden sichtbar vertreten.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Nachruf auf Hans-Peter Kreutz

Die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V. Koblenz trauert um Hans-Peter Kreutz, der am 17.12.2020 völlig überraschend verstorben ist. Mit Hans-Peter Kreutz haben wir einen Menschen verloren, der die Arbeit unserer Gesellschaft stets unterstützend und engagiert begleitet hat. Lange Jahre war er als Geschäftsführer tätig. Bis heute hat er die Stolperstein-Verlegungen für Koblenz und Umgebung organisiert und koordiniert. Und auch in anderen Bereichen des kulturellen Lebens unserer Stadt hat er sich durch sein tatkräftiges Engagement verdient gemacht.

In Dankbarkeit gedenken wir seiner - und trauern mit Familie Kreutz.

(Wolfgang Hüllstrung)

 

Pogromnacht-Gedenken am 9. November 2020

Das diesjährige Pogromnacht-Gedenken fand am 9. November 2020, 18 Uhr, statt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte in diesem Jahr keine längere Gedenkveranstaltung im Gemeindesaal der Synagoge begangen werden. Deshalb gabe es von 18.00-18.30 Uhr ein gemeinsames Gedenken am Platz vor dem Mahnmal auf dem jüdischen Friedhof an der Schwerzstraße. Nicht nur Mitglieder der christlich-jüdischen Gesellschaft und der jüdischen Kultusgemeinde haben teilgenommen. Auch viele Personen aus dem öffentlichen Leben (Politik, Kirchen, Gerichte, Polizei) sind der Einladung gefolgt.

Gesprochen haben Oberbürgermeister Langner, der Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde, Avadislav Avadiev, sowie der Vorsitzende der Christlich-Jüdischen Gesellschaft, Pfarrer Hüllstrung. Der Vorbeter der Gemeinde hat aus der hebräischen Liturgie einige Gebete rezitiert. Außerdem hat der Oberbürgermeister einen Kranz am Mahnmal verlegt.

(Wolfgang Hüllstrung)

 

Vortragsreihe zum Judentum ab 3. November 2020

Am 3.11.2021 um 18 Uhr beginnt eine Vortragsreihe in der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz (Schwerzstraße 14) zu vier Themenbereichen:

  • "Die Grundlage des Judentums: Religion oder Lebensweise?"
  • "Jüdischer Gottesdienst – ungewohnt und vertraut"
  • "Jüdische Feiertage"
  • "Familien im Judentum"

Gehalten werden die Vorträge von Avadislav Avadiev, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz wie auch des Landesverbands der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz.

Die weiteren Termine der Vorträge sind: 4.12.2020, 16.30 Uhr, 27.4.2021, 18 Uhr, und 8.6.2021, 16.30 Uhr.

Nähere Informationen erhält man bei der Katholischen Familienbildungsstätte Koblenz e. V. (www.fbs-koblenz.de), wo man sich auch anmelden kann.

(Wolfgang Hüllstrung)

 

Paul-Eisenkopf-Preis

eisenkopfklein Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.

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Stolpersteine

steineAuf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person doku­mentiert sind.

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Links

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der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.

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