Aktuelles

Informationen zu länger zurückliegenden Veranstaltungen sind unter dem Menüpunkt BERICHTE zu finden.

 

Heimatbesuch 2020 musste abgesagt werden

Wegen der Auflagen für persönliche Kontakte und Reise-Beschränkungen sah sich der Vorstand leider gezwungen, den Heimatbesuch 2020 abzusagen. Seit Bestehen unserer Gesellschaft ist dies nun das zweite Mal, dass der Heimatbesuch ausfällt. Deshalb hat sich der Vorstand diese Entscheidung keinesfalls leicht gemacht. Im nächsten Jahr soll der Heimatbesuch aber auf jeden Fall wieder stattfinden. Als Termin ist dafür festgelegt worden: 4.-11. Juli 2021.
(Wolfgang Hüllstrung)

 

Gruss vom Vorstand zu Pessach und Ostern

Liebe Mitglieder und Freunde!
Mit großem Bedauern mussten wir alle Veranstaltungen, die wir für das Frühjahr geplant hatten, absagen - aus bekannten Gründen. Nun stehen der jüdischen Gemeinde die Feiertage zu Pessach bevor, den Christen die Karwoche und Ostern - und zum ersten Mal seit langem werden Viele von uns diese religiösen Festtage nicht im Familien- und Freundeskreis begehen können.
So können wir nur hoffen, dass in dieser seltsamen Zeit, in denen wir alle in unserer Bewegungs- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt sind, von Pessach, dem Fest der Freiheit, eine heilsame Botschaft und Kraft ausgeht. Das wünschen wir den Gemeindemitgliedern der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz von ganzem Herzen - aber ebenso den christlichen Gemeinden, die traditionell im Gottesdienst an Gründonnerstag das Pessach-Kapitel im 2. Buch Mose / Schemot verlesen.
Wir wünschen Ihnen allen gesegnete Feiertage! Möge uns die Zeit nach den Feiertagen eine Rückkehr zu vertrauten und stabilen Verhältnissen ermöglichen, in denen wir wieder Besuche machen und Freundschaften pflegen können und das Gemeindeleben ebenso wie die Aktivitäten unserer Gesellschaft wieder aufblühen!
Mit herzlichem Gruß, Wolfgang Hüllstrung (Erster Vorsitzender)

 

Vortrag im Rahmen der Reihe "Große jüdische Denker/innen" über Hannah Arendt am 23. März 2020

!! VERANSTALTUNG WURDE WEGEN DER CORONA-PANDEMIE ABGESAGT !!    Der vierte Vortrag im Rahmen der Reihe "Große jüdische Denker/innen" wird der in Hannover geborenen Philosophin und politischen Theoretikerin Hannah Arendt gewidmet sein. Der Philosoph Dr. Martin Braun, Lehrer am Koblenz-Kolleg und Lehrbeauftragter der Universität Koblenz, wird Leben und Werk Arendts vorstellen.
Zeit/Ort: Montag, 23.03.2020, 19 Uhr, im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde Kob­lenz, Schwerzstraße 14

 

Christlich-Jüdische Feier zur Woche der Brüderlichkeit am 15. März 2020

!! VERANSTALTUNG WURDE WEGEN DER CORONA-PANDEMIE ABGESAGT !!    Anlässlich der Woche der Brüderlichkeit laden wir zur einer jüdisch-christlichen Gemeinschaftsfeier in die Koblenzer Synagoge ein. Das Jahresthema 2020 zur Woche der Brüderlichkeit lautet: "Tu deinen Mund auf für die Anderen". Die Ansprache wird der Beauftragte für Christlich-Jüdischen Dialog des Kirchenkreises Koblenz, Pfarrer Michael Schnankweiler-Schell, Oberwinter, halten. Die musikalische Gestaltung liegt in Händen des Klarinettenduos Muriel Backmeyer / Charlotte Dohr. Zeit/Ort: Sonntag, 15.03.2020, 15 Uhr, in der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, Schwerzstraße 14.
(Wolfgang Hüllstrung)

 

Mitgliederversammlung und Lesung am 10. Februar 2020

Am 10. Februar 2020 fand im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Vorstandswahl, konkret die für den 1. und 2. Vorsitz sowie für die Position der Beisitzer/innen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder stellten sich erneut zur Wahl. Alle vier (Wolfgang Hüllstrung, Avadislav Avadiev, JProf. Dr. Alban Rüttenauer und Dr. Christoph Simonis) wurden erneut gewählt. So kann das bewährte Team unter dem Vorsitz von Wolfgang Hüllstrung die Arbeit gemeinsam mit der Geschäftsführerin, Dr. Wilma Rademacher-Braick, fortsetzen.
Aus dem erweiterten Vorstand schied Hans-Werner Schlenzig aus. Der 1. Vorsitzende, Wolfgang Hüllstrung, dankte ihm für seine langjährige tatkräftige Mitarbeit. Von 2008-2014 fungierte Hans-Werner Schlenzig als Vorsitzender des Vereins. Neues Mitglied im erweiterten Vorstand ist Frau Marina Kashdan vom Vorstand der jüdischen Kultusgemeinde.
Der 2. Vorsitzende, Avadislav Avadiev, dankte in seinem Rückblick auf 2019, das Jahr von Halle, für alle Zeichen der Solidarität der Christlich-Jüdischen Gesellschaft mit der Jüdischen Kultusgemeinde. Ohne solche Zeichen, so Avadiev, sei mit der Traurigkeit nach Halle hier nicht zu leben.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung lauschte man der Lesung von "Tiergeschichten von Scholem Alejchem", meisterhaft aus dem Jiddischen übersetzt und vorgetragen von Pfarrer i. R. Gernot Jonas, Andernach. Die Zuhörenden tauchten, geführt durch Gernot Jonas‘ Stimme, ein in Geschichten um Tiere: zumeist geschundene bzw. vom Menschen ums Leben gebrachte und als Lebensmittel genutzte Kreaturen. Wäre da nicht die Musik von Emanuel und Renata Horn, Andernach (Violine / Klavier) gewesen, die Gedanken hätten sich nicht lösen können von den vor Augen geführten Tieren, Mitgeschöpfen aus der für immer verlorenen Welt des ostjüdischen Schtetls.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick / Wolfgang Hüllstrung)

 

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2020

Am Montag, 27.1.2020, beginnt um 17.30 Uhr am Mahnmal am Reichensperger Platz die Gedenkstunde, die um 18 Uhr in der City-Kirche am Jesuitenplatz fortgesetzt wird. Begleitend ist in der Citykirche die von der Bundeszentrale für politische Bildung erarbeitete Ausstellung des Fotografen Mark Mühlhaus "Im Schatten von Ausschwitz - Vor 75 Jahren Die Befreiung des KZ Ausschwitz" zu sehen (siehe Fotos von der Ausstellung hier). Die Ausstellung wird am 23.1.2020, 19 Uhr, in der Citykirche eröffnet und von dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Mahnmal Koblenz, Joachim Hennig, vorgestellt. Am 26.1.2020, 11 Uhr, wird eingeladen zu einer Vortragsveranstaltung im Historischen Rathaussaal am Jesuitenplatz mit Dr. Andrej Angrick (Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur). Titel des Vortrags: "Aktion 1005 - Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942-1945.
(Wolfgang Hüllstrung)

 

Resolution gegen Antisemitismus des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz

Auf der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz am 16.11.2019 wurde einstimmig beschlossen, eine Resolution gegen Antisemitismus und judenfeindliche Angriffe zu veröffentlichen und diese in allen Gottesdiensten des Kirchenkreises am Buß- und Bettag (Mittwoch, 20. November) abzukündigen sowie sie der Öffentlichkeit kundzutun. In der Resolution werden vier konkrete Ziele genannt:
"1. Wir fordern unsere Gemeinden auf, allen Formen von antisemitischen Taten und Äußerungen in und außerhalb der eigenen Reihen entgegenzutreten. Wir erinnern auch an die in der Verfassung gewährleistete ungestörte Religionsausübung (Art. 4 Grundgesetz) und appellieren an die verantwortlichen Stellen, jüdische Begegnungsstätten zu sichern.
2. Wir fordern unsere Bildungseinrichtungen und politisch Verantwortliche auf, auf die Zunahme von Antisemitismus und Judenfeindschaft mit verstärkter Bildung – und Präventionsmaßnahmen zu antworten. In den Schulen, in Gruppen und Kreisen unserer Gemeinden, darf es kein Verdrängen oder Verharmlosen antisemitischer Vorfälle geben.
3. Wir ermutigen dazu, geeignete Zeichen der Solidarität und der Pflege guter Beziehungen zu jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn zu setzen.
4. Wir wollen uns stärker dafür einsetzen, dass die Mitglieder der jüdischen Gemeinschaften unsere Kirchengemeinden als Orte von spürbarer Solidarität erfahren, in denen ihnen Christinnen und Christen mit Respekt und Anerkennung begegnen."
(weitere Informationen und den vollständigen Text der Resolution finden Sie unter https://www.kirchenkreis-koblenz.de/aktuelles-detailansicht/resolution-gegen-antisemitismus-und-judenfeindliche-angriffe.html)

 

Begegnungsnachmittag am 17.11.2019 / Auftakt zum Zeitzeugenprojekt

Welch eine gelöste Stimmung im Gemeindesaal der Koblenzer Jüdischen Kultusgemeinde! Die Musikgruppe „Besseder“ und Gesangssolisten aus der Gemeinde traten an gegen Dauerregen und Novembergrau. Mit russischer Folklore und jiddischen Liedern sorgten sie für wippende Füße und immer wieder einsetzenden Zwischenapplaus. Sie boten, ohne dass es ausgesprochen werden musste, auch einen Kontrast zu dem, was an zum Teil unvorstellbar harten Schicksalen von Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde im Raum war: „Wir leben, wir sind hier“, war die Botschaft der Musik. Eine Mut machende Botschaft und eine, die einstimmte auf ein Projekt, für das es Mut braucht, ging es doch bei diesem Begegnungsnachmittag auch um den Auftakt zu einem Zeitzeugenprojekt.
Es steht unter dem Motto "Ihr habt die Erfahrung gemacht, nicht eure Kinder! ... Du sollst sie deinen Kindern wiederholen" (Dewarim/ 5. Mose/ Deuteronomium 11,2; 6,7). Mit den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde sind Lebenserfahrungen und -geschichten ganz besonderer Art in Koblenz angekommen. Mit ihnen sind nicht selten schlimme Erinnerungen verbunden, über die zu sprechen nicht leicht ist bzw. für die ob ihrer Schwere bisher die Worte fehlen.
An diesem Nachmittag und nicht zuletzt in der Begegnung mit einer Studentin der Hochschule Koblenz, welche die Projektvorstellung von Paul Petzel ins Russische übersetzte und als Person ausstrahlte, dass sie behutsam mit dem umgehen werde, was man ihr anvertrauen würde, haben sich einige Mitglieder der Gemeinde am Sonntag bereit erklärt, ihre Lebenserinnerungen zu erzählen oder aufzuschreiben.
Das macht den Initiatorinnen und Initiatoren des Projekts aus der Hochschule Koblenz, der Jüdischen Gemeinde und der Christlich-Jüdischen Gesellschaft Mut, das Projekt zu wagen. Ein Anfang ist gemacht. Ziel ist es, Lebenserinnerungen in einer Publikation, vielleicht auch in einer Ausstellung für künftige Zeiten zu sichern und für Bildungskontexte aufzubereiten.
Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur hat die Veranstaltung freundlicherweise unterstützt.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Paul-Eisenkopf-Preis

eisenkopfklein Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.

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Stolpersteine

steineAuf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person doku­mentiert sind.

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Links

logo cjg 100und weiterführende Informationen

der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.

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