Aktuelles

Informationen zu länger zurückliegenden Veranstaltungen sind unter dem Menüpunkt BERICHTE zu finden.

 

Ehrung von zwei Verstorbenen durch Setzen von zwei Bäumen, 26.03.2022

Ein Mitglied unserer Gesellschaft, Frau Ingeborg Markowski, hat großzügig die Kosten für die Pflanzung von zwei Bäumen in Vallendar übernommen. Bei der Aktion vom 26. März setzte unser Vorstandsmitglied Prof. Dr. Alban Rüttenauer im Rahmen der Festtagswaldpflanzung 2022 einen Baum für den früh verstorbenen langjährigen 1. Vorsitzenden der CJG, Prof. Dr. Paul Eisenkopf (1939 – 2003). Nach ihm ist der Preis benannt, den die CJG alle paar Jahre verleiht (Nähere Informationen zu ihm und zu diesem Preis finden Sie auf dieser Homepage). Fragt man diejenigen, die ihn kannten, beginnen sie sofort, von ihm und seiner den Menschen zugewandten Art zu sprechen. Sein besonders Anliegen galt dem Heimatbesuch ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger.
Für eine dieser Heimatbesucherinnen pflanzte Dr. Wilma Rademacher-Braick einen Baum: Lea Sassoon, geboren am 15.08.1934 in Vallendar, gestorben am 12.11.2021 in Tel Aviv. Ihrer Mutter, Erna Levy, geb. Scheye, war es noch in den dreißiger Jahren gelungen, dem Naziterror mit ihrer Tochter zu entkommen.
Lea Sassoon hat an die zwanzigmal am Heimatbesuch der CJG teilgenommen. Es lag ihr viel daran, sich an ihre Wurzeln am Rhein zu erinnern, aber auch von ihrer neuen Heimat Israel zu erzählen. Viele, viele Jahre lang war ein Heimatbesuch ohne einen bis ins Detail vorbereiteten Vortrag von Lea Sassoon im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz kaum vorstellbar. Die CJG verliert mit ihr eine wache, couragierte Frau und eine der letzten Zeitzeuginnen der 1. Generation.
(Der Vallendarer Festtagswald entsteht auf einer Lichtung am dortigen Panoramaweg (parallel der Jahnstraße auf der Höhe der Sporthalle der Realschule plus). Die Bäumchen sind mit Namensschildchen kenntlich gemacht.)
Möge die Erinnerung an Paul Eisenkopf und Lea Sassoon ein Segen sein!
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)


Woche der Brüderlichkeit vom 6.-13. März 2022

Am Sonntag, 6. März 2022, wird die Woche der Brüderlichkeit in Osnabrück eröffnet. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto "Fair Play - Jeder Mensch zählt". Die Eröffnungsveranstaltung ist als Online-Veranstaltung konzipiert und wird per Livestream übertragen.
Nähere Informationen unter: www.deutscher-koordinierungsrat.de/wdb-aktuell
In Koblenz wird auch in diesem Jahr bedauerlicherweise keine eigene Veranstaltung stattfinden können. Der Vorstand hat die Mitglieder der Gesellschaft mit einem Schreiben und einer Grußkarte darüber informiert. Die Grußkarte, die Sie hier finden, lässt uns einen Blick tun in den Innenraum der Koblenzer Synagoge und spricht mit einem Motiv des Wandgemäldes im Gemeindesaal unser aller Wunsch nach SHALOM aus.
"Fair Play - Jeder Mensch zählt" – dieses Motto der Woche der Brüderlichkeit hat in ungeahnter Weise Aktualität bekommen. Es ist Beschreibung dessen, was für uns Geltung hat und zugleich Handlungsaufforderung ist. Beten wir um Frieden in Europa, setzen uns nach Kräften für ihn ein, und halten wir dabei Frieden in unserem Umfeld!
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)


Gedenken an die NS-Opfer am 27. Januar 2022

Gedenken an die NS-Opfer am 27. Januar 2022 anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945
Am diesjährigen 27. Januar gedachte Koblenz „der ehemaligen, vor allem jüdischen Nachbarn aus Koblenz und Umgebung, die dem Rassenhass Hitler-Deutschlands zum Opfer fielen, in sieben Deportationen von Koblenz aus ‚nach dem Osten‘ verschleppt und im Holocaust ermordet wurden“ (Handzettel der Stadt Koblenz sowie der ausrichtenden Vereine: Förderverein Mahnmal Koblenz, CJG und Freundschaftskreis Koblenz - PetahTikva).
Die Gedenkveranstaltung auf dem Reichensperger Platz fand wegen der Corona-Pandemie nur im kleinen Rahmen eingeladener Gäste statt.
Die anschließende Gedenkstunde in der Citykirche am Jesuitenplatz wurde ohne Publikum aufgezeichnet und konnte per Livestream miterlebt werden. Es sprachen der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner, der Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal, Dr. Jürgen Schumacher, Superintendent Rolf Stahl (Evangelische Kirche), Dechant Thomas Darscheid (Katholische Kirche), Pfarrer Ralf Staymann (Altkatholische Kirche) sowie ein Vertreter der Jüdischen Kultusgemeinde. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Santana Reinhardt.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)


Einführung des neuen Landesrabbiners am 5.12.2021

Der Landesverband jüdischer Gemeinden Rheinland-Pfalz hatte am 5.12.2021 zur Einführung eines neuen Landesrabbiners eingeladen. Bisher gab es in Rheinland-Pfalz kein solches Amt. Von daher stellt die Einführung von Herrn David Schwezoff zum Landesrabbiner ein für das jüdische Leben in Rheinland-Pfalz bedeutsames Ereignis dar.
Zu der Einführungsfeier am Sonntag, 5.12.2021, 14 Uhr, in der Synagoge in Koblenz kamen zahlreiche eingeladene Gäste aus Politik, öffentlicher Verwaltung und Kirchen. In der jüdischen Allgemeine wurde ein Bericht dazu veröffentlicht (hier aufrufbar).

 

Seminarreihe "Talmud und Bibel in jüdischer und christlicher Perspektive"

Onlineveranstaltung in Kooperation mit dem evangelischen Erwachsenenbildungswerk

Der Talmud ist eines der wichtigsten Werke des Judentums, über das Christen in der Regel kaum etwas wissen. An drei Abenden sind die beiden Referenten - Oberrabbiner David Geballe, Jüdische Gemeinde Duisburg, und Landespfarrer Wolfgang Hüllstrung, Beauftragter der Evangelischen Kirche im Rheinland für das christlich-jüdische Gespräch und Vorsitzender der CJG - folgenden Fragen nachgegangen: Was ist der Talmud als literarisches Werk? Welchen Stellenwert hat er im Judentum in Geschichte und Gegenwart? Wie geht ein Rabbiner heute mit dem Talmud um? In welchem Verhältnis steht er zum Tanach, der hebräischen Bibel? Welche Rolle spielen die nachtalmudischen rabbinischen Kommentare? In welchem Verhältnis steht der Talmud zum Neuen Testament? Welches Bild von Jesus wird im Talmud vermittelt? Wie geht man heute im Christentum mit dem Talmud um?
Die Online-Seminarreihe bestand aus drei Einheiten: am 17.8.2021, 20.10.2021 und am 25.11.2021, jeweils 19:00 - 20.30 Uhr. Wer an der Zusendung der Arbeitsmaterialien, die Rabbiner Geballe und Pfarrer Hüllstrung erstellt haben, interessiert ist, kann sich gerne per Email melden unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
(Wolfgang Hüllstrung)

 

Die Grundlage des Judentums. Religion oder Lebensweise?

Am 16.11.2021 fand ein Vortrag des 2. Vorsitzenden der CJG und 1. Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, Avadislav Avadiev, in deren Räumen statt. Es ging um das Fundament des jüdischen Glaubens, das in der Tora gelegt ist. Dabei wurden Fragen beantwortet wie: Warum nennt man Juden das Volk des Buches? Was bedeutet die Tora? Warum ist die Beschneidung sehr wichtig? Wie feiert man Shabbat, und welche Regeln gibt es? Warum haben jüdische Menschen einen eigenen Kalender, warum isst man am Pessachfest Mazzot, warum trägt man eine Kippa? Warum ist die Mindestzahl von zehn G‘ttesdienstbesuchern (Minjan) notwendig? Avadislav Avadiev führte auf anschauliche Weise in all diese Themen ein.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Pogromgedenken am 14.11.2021 um 15 Uhr

 Traditionell findet am Sonntag nach dem 9. November im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz ein Pogromgedenken mit einer Ansprache und Musik sowie anschließender Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof durch den Oberbürgermeister der Stadt Koblenz statt. So auch in diesem Jahr. Das Ritual des Gedenkens gibt den Rahmen, und es schützt vor dem Vergessen. Das Ritual ermöglicht es, sich in dieser einen Stunde gemeinsam der Erinnerung an die Gräuel der NS-Zeit zu stellen, so sinngemäß Dr. Paul Petzel, Mitglied des erweiterten Vorstands der CJG. Pastoralreferentin i.R. Jutta Lehnert hielt die Ansprache mit Überlegungen zum Brüderkonflikt zwischen Jakob und Esau (Gen / 1. Mose / Bereschit 25). Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung mit Eigenkompositionen des Gitarristen Jonas Becker.
In mancherlei Hinsicht wurden im Rahmen des Rituals diesmal besondere Akzente gesetzt. So war Landesrabbiner David Schwezoff zum ersten Mal dabei. Er las einen hebräischen Psalm, sprach das Friedensgebet und Gebete am Denkmal auf dem Friedhof.
Und es war eine Gruppe aus den USA im Raum: jüdische Menschen, zu Gast an der Mosel. Anhand ihrer Geschichte wurde leibhaftig erfahrbar, was „Naziterror, verübt an jüdischen Bürgerinnen und Bürgern unserer Region“ heißt. Alyse Lichtenstein, eine junge Frau, gebürtig in Boston, richtete stellvertretend für ihre Familie das Wort an die Anwesenden. Ihre Vorfahren hatten 1942, kurz vor Ihrer Deportation, christlichen Nachbarn ein wertvolles Tafelservice zur Aufbewahrung übergeben. Ihr Wunsch „Geben Sie es uns wieder, wenn wir zurückkommen!“ hatte sich nicht erfüllt. Sie kamen nicht zurück. Siegmund und Thekla Feiner, ihre Tochter Johanna und weitere Familienmitglieder wurden ermordet.
Achtzig Jahre hat es gedauert, bis es gelang, Nachfahren der Familie Feiner ausfindig zu machen und ihnen das Goldrandgeschirr in Kobern zu übergeben. Dass die CJG diesen „Heimatbesuch“ durch einen finanziellen Beitrag mit ermöglichen durfte, ist gut.
Mit einer kostenlos zugänglichen Konzertlesung "Ich hatte einst ein schönes Vaterland..." hatte die Stadt Koblenz am 30.10.2021 im Festjahr „1700 Jahre Judentum“ das Thema „Verlorene Heimat Deutschland“ aufgegriffen. Einen Scheck in namhafter Höhe aus dem Spendenvolumen im Rahmen dieser Veranstaltung überreichte die Koblenzer Kulturdezernentin, Dr. Margit Theis-Scholz, dem Vorsitzenden des Fördervereins Neue Synagoge für Koblenz e.V.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)


Moderiertes Konzert „BEGEGNUNGEN. Shalom chaverim. Musik von jüdischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts“ am 23.10.2021

Am 23.10.2021 fand im Görreshaus in Koblenz ein Moderiertes Konzert „BEGEGNUNGEN. Shalom chaverim. Musik von jüdischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts“ statt. Das Trio David Arbeiter, Katharina Wimmer und Ingrid Wendel spiegelte die Entwicklung der Musik jüdischer Komponisten innerhalb dieser Zeit und spannte den Bogen von Ernest Bloch bis Paul Schönfield. Hier finden Sie das Programm.
Vor ausverkauftem Haus überzeugte das Trio mit einer gekonnten Programmauswahl und einer engagierten, frischen Darbietung. Die Begegnung mit Musik jüdischer Komponisten zauberte hier und da ein Lächeln auf die Gesichter von Besucherinnen und Besuchern.
Das Publikum – zu einem Viertel waren es Mitglieder der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz – dankte mit begeistertem Applaus. Als Geste des Dankes wurde den Mitgliedern des Trios je eine Flasche koscheren Weines überreicht.
Veranstalter waren die CJG und die Jüdische Kultusgemeinde Koblenz in Kooperation mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Finanziell unterstützt wurde das Konzert durch die Evangelische Kirche im Rheinland.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

AUF FRÜHJAHR 2022 VERSCHOBEN

Chorkonzert im Rahmen des Jubiläumsjahrs "1700 Jahre jüdisches Leben":

„Psalmen aus christlichen und jüdischen Quellen: Vesperpsalmen von Asprilio Pacelli und Hebräische Psalmen von Salamone Rossi“.

Mitwirkende: Vokalensemble Cantus Floridus, Cappella Confluentes, unter der Leitung von Jörn Andresen Das Konzert findet in der Florinskirche Koblenz statt (Florinsmarkt, 56068 Koblenz).
(Wolfgang Hüllstrung)

 

AUF FRÜHJAHR 2022 VERSCHOBEN

Ausstellung "Lebens.Kunst.Weisheit"

Die geplante Präsentation der Ausstellung "Lebens.Kunst.Weisheit", die Ende April in der Citykirche eröffnet werden sollte, musste ein weiteres Mal abgesagt bzw. verschoben werden. Dieses Projekt, bei dem wir als Kooperationspartnern mit dem Bistum Trier, der Katholischen Hochschulgemeinde Koblenz, der Katholischen Erwachsenenbildung, dem Dekanat / Citykirche und der Stadt Koblenz zusammenarbeiten, soll nun im Jahr 2022 stattfinden.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Berichte vom Jahr 2021

 

Outdoor-Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“, 10.09. - 3.10.2021

Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, die Wanderausstellung nach Koblenz zu holen.
Der Sportbund Rheinland e. V. kommentierte die Ausstellung vorab mit folgenden Worten: "Anlässlich '1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland' wird der Sportbund Rheinland gemeinsam mit der Stadt Koblenz und dem Zentrum deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg e.V. auf Anregung und mit tatkräftiger Unterstützung der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V. Koblenz im September auf das vielfältige Leben jüdischer Sportler in Deutschland hinweisen.“
Die Eröffnung der Ausstellung fand am 9.09.2021 auf dem Koblenzer Clemensplatz inmitten der 17 lebensgroßen Stelen statt. Grußworte sprachen Monika Sauer, Präsidentin des Sportbunds Rheinland e. V., die Koblenzer Bürgermeisterin Ulrike Mohrs und Walter Desch, Präsident des Fußballverbandes Rheinland und Vertreter der DFB-Kulturstiftung. Anschließend führte der Kurator der Ausstellung, Prof. Dr. Lorenz Pfeiffer, Universität Hannover, in die Ausstellung ein und stellte die beeindruckenden Lebensläufe der portraitierten Sportler und Sportlerinnen vor.
Die zweisprachige Open-Air-Ausstellung (deutsch / englisch) fand auf dem Clemensplatz, in unmittelbarer Nähe zum Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz auf dem Reichenspergerplatz, einen angemessenen, zentral gelegenen Ort. Auch Touristinnen und Touristen, die das Schloss und das Deutsche Eck besuchten, konnten sich en passant auf die Ausstellung einlassen.
Nähere Informationen zur Geschichte von jüdischen Athleten und Athletinnen im deutschen Sport gibt es in einer Online-Ausstellung, siehe www.juedische-sportstars.de
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Mitgliederversammlung am 30.09.2021

Die diesjährige Mitgliederversammlung fand am 30.09.2021 im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz unter Leitung von Prof. Dr. Alban Rüttenauer statt.
Nach dem Tätigkeitsbericht über das (Pandemie-)Jahr 2020 durch den Versammlungsleiter trug die Geschäftsführerin, Dr. Wilma Rademacher-Braick, den Kassenbericht vor. Sie dankte allen Spenderinnen und Spendern.
Der Kassenprüfer, Egbert Wisser, hatte verhinderungsbedingt der Geschäftsführerin vorab schriftlich eine ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigt. Er empfahl deren Entlastung und in einem weiteren Schritt die des ganzen Vorstandes. Die Entlastung wurde jeweils erteilt.
Dr. Wilma Rademacher-Braick wurde erneut zur Geschäftsführerin gewählt. Anwesende dankten ihr für die bisher geleistete Arbeit für die CJG, aktuell auch für das besondere Engagement im Zusammenhang mit der gerade abgeschlossenen Festwoche zu Sukkot.
Claudia Wickert, 2020 zur kommissarischen Kassenprüferin ernannt, hatte mitgeteilt, dass sie der Aufgabe nicht weiter nachkommen könne und sich deshalb nicht zur Wahl stelle. Der Versammlungsleiter dankte ihr für die Unterstützung von Herrn Wisser. Professor Friedrich W. Seibel hat sich vorab bereit erklärt, (einmalig) bei der Kassenprüfung über 2021 mitzuwirken. – Die Nachwahl Kassenprüfer/in wurde auf die nächste Versammlung verschoben.
Danach gab der Versammlungsleiter einen Ausblick auf die nächsten Monate. Es schloss sich eine intensive Aussprache darüber an, welchen Aufgaben man sich in der nächsten Zeit stellen sollte. Gewünscht sind mehr Begegnungsformate. Der Vorstand wurde auch gebeten, dafür Sorge zu tragen, dass die Gesellschaft baldmöglichst einen gendergerechten Namen bekommt.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

SUKKOT / Laubhüttenfest vom 20. - 27.09.2021 in den Räumen der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz

Die hiesige Jüdische Kultusgemeinde wollte in der Zeit vom 20. - 27. September mit tatkräftiger Unterstützung der CJG im Rahmen der bundesweiten Festwoche SUKKOT XXL ("1700 Jahre jüdisches Leben nördlich der Alpen") auf der Wiese in der Weißer Gasse täglich mit einem Programm präsent sein. Einen besseren Ort in Koblenz für die Festwoche als die Wiese hätte es nicht geben können. An diesem Ort wird die neue Synagoge gebaut werden. Es wäre ein Zeichen gewesen: Die Jüdische Kultusgemeinde ist sichtbarer Teil der Koblenzer Bürgerschaft und mit Freunden und Unterstützerinnen an ihrem künftigen Ort angekommen.
Aber die Wiese bot, da ohne Infrastruktur, jede Menge unerwarteter und von einem gewissen Punkt an nicht mehr meisterbarer Herausforderungen. Deshalb wurden die Feierlichkeiten zu Sukkot in die Räumlichkeiten der Jüdischen Kultusgemeinde und deren Sukka verlegt. Das Programm finden Sie HIER >>> 
Die Ortsverlegung erschien anfangs wie eine unliebsame Notlösung. Nach und nach aber wurde deutlich, dass sie auch Ihre Vorteile hatte. Besucherinnen und Besucher erlebten Mitglieder der Jüdischen Kultusgemeinde in ihren Räumen. Sie genossen in besonderer Weise deren Gastfreundlichkeit und wurden im Nachgang zur feierlichen Eröffnung, zu Vorträgen, Konzerten und moderierten Fragestunden mit einem koscheren Imbiss und koscherem Wein oder anderen Getränken bewirtet. Selten habe, so die Reaktion von Gästen, eine so offene Möglichkeit bestanden, Fragen jeder Art zu stellen und ins Gespräch zu kommen. Landesrabbiner David Schwezoff und der Vorsitzende der Kultusgemeinde, Avadislav Avadiev, standen auch nach den Veranstaltungen nahezu durchgehend für Fragen zur Verfügung.
Als ein Beispiel für besonders bewegende Momente sei die spontane Einladung der Gäste zur Hawdala-Zeremonie, zur Trennung des Shabbat von den Arbeitstagen der Woche, genannt. Alle durften den Eindruck des Anzündens der Hawdala-Kerze und der Segenssprüche sowie den Wohlgeruch der Kräuter aus der Besamimbüchse mit nach Hause nehmen. Augen leuchteten.
Gegen Ende der Festwoche zog der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde ein Resümee: „Wir werden keine 1700 Jahre warten, bis wir noch einmal ein solches Fest veranstalten.“ Dem ist seitens der CJG nichts hinzuzufügen.
Die Festwoche wurde im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch die Partnerschaft für Demokratie Koblenz und das Kultur- und Schulverwaltungsamt Koblenz finanziell unterstützt sowie durch Sachleistungen von „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Vortrag am 14.9.2021; "Das jüdische Koblenz – Was wir über das jüdische Leben zwischen Rhein und Mosel nicht wissen"

Einen Vortrag mit dieser Überschrift hielt Dr. Ittai Joseph Tamari, seit 16 Jahren Leiter des Zentralarchivs zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, am 14. 09.2021 im Bundesarchiv Koblenz. Just am Vormittag dieses Tages hatte das Zentralarchiv in Heidelberg seinen Umzug vom Jahresbeginn in neue Räume gefeiert.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, dem Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva e.V., der CJG und dem Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e. V. statt. Der erste öffentliche Vortrag im Bundesarchiv unter Pandemiebedingungen im Jahr 2021 war sehr gut nachgefragt.
Dr. Tamari schlug zu Beginn seines Vortrags den Bogen zum Umzug des Zentralarchivs und erklärte zur Freude der Zuhörerschaft, man baue keine neuen Archivräume, wenn man wieder gehen wolle. Vielmehr formuliere man die Botschaft: Wir sind da, und wir werden hier eine Geschichte haben.
Schnell machte Dr. Tamari deutlich, dass er die Überschrift seines Vortrags mit Bedacht gewählt hatte. Er werde, führte er aus, über eine Lücke sprechen, die es noch zu füllen gelte. Wie fesselnd und bisweilen vergnüglich er das zu tun verstand! Wer erwartet hatte, ausschließlich akribisch zusammengetragene Daten mitschreiben zu können, ging mit einigen wenigen Notizen nach Hause. Alle aber, die sich auf eine Erzählung über Momente jüdischen Lebens in Koblenz seit Beginn des 12. Jahrhunderts einließen, gerieten in den Bann des Referenten.
Bekannte jüdische Gelehrte und Rabbiner, die es nachweislich in Koblenz gegeben habe, hätten, so Dr. Tamari, immer wieder Schüler zum Lernen, zum Gespräch und zum Fragen um sich versammelt. Koblenz sei einer der Orte mit Ausstrahlungs- und Anziehungskraft gewesen, in dem jüdische Menschen in die „Magie des Lernens“ hineingenommen worden seien und von wo aus sie weitergezogen seien. Dass Koblenz jahrhundertelang ein Ort jüdischer Gelehrsamkeit gewesen sei, werde man, so Dr. Tamari, als Ergebnis noch zu tätigender Forschung eines Tages deutlicher als heute belegen können.
Nachträgliche Anmerkung: Bereits Ende September 2021 ist eine Veröffentlichung über die Geschichte der Juden in Koblenz auf der Homepage des Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. erschienen. Der Titel der Ausarbeitung von Joachim Hennig lautet: „Von der ‚Universitas Iudeorum in Confluencia‘ zu Körperschaften des öffentlichen Rechts – Geschichte der Juden in Koblenz“, https://www.mahnmal-koblenz.de/index.php/infos/informationen-von-2021/1044-endlich-da-viele-wichtige-informationen-zur-geschichte-der-juden-in-koblenz
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Bericht vom Konzert am 11.7.2021

Am 11.07.2021, 15-18 Uhr, fand ein Openair-Konzert auf dem Florinsmarkt "Hava Nagila - Lasst uns glücklich sein".mit Musik aus jüdischer und christlicher Tradition statt, mit dem die Reihe der (präsenten) Veranstaltungen zum Festjahr 2021 "Jüdisches Leben in Deutschland" in Koblenz eröffnet wurden. Musiker/innen und Sänger/innen aus Koblenz und das Ensemble Kol Colé aus Köln gestalteten gemeinsam ein Konzert mit Werken aus Klassik, Sakralmusik, Spirituals, Klezmer und jiddischen Liedern. Das ausgebuchte Konzert wurde in Kooperation mit der jüdischen Kultusgemeinde und der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Mitte durchgeführt. Das Programm mit den vorgetragenen Stücken kann man hier einsehen. Die bemerkenswerte Rede, die Rabbiner Schwezoff auf Englisch gehalten hat, kann man hier in deutscher Übersetzung nachlesen.
(Wolfgang Hüllstrung)

 

Jüdische Feste und Bräuche, Vortrag vom 01.07.2021

Am 1.07.2021 gab es einen Vortrag des 2. Vorsitzenden der CJG und Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, Avadislav Avadiev. Einige jüdische Feste und Bräuche muten bekannt an, trug er vor: Pessach, Neujahrsfest, Kerzen in der dunklen Jahreszeit an Chanukka ... Aber kennen Sie auch Jom Kippur – einen Tag in Stille, Gedanken und voller Gebete, das jüdische Laubhüttenfest Sukkot oder Purim, ein sehr ausgelassenes Fest?
Der kurzweilige Vortrag fand in den Räumen der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz statt.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

50-jähriges Jubiläum der CJG

Unsere Gesellschaft wurde am 15. April 1971 gegründet, sie besteht 2021 also seit einem halben Jahrhundert.

Welch eine lange Zeit!

Die Wiege der Gesellschaft war die ökumenische Bildungs- und Begegnungsstätte Hedwig-Dransfeld-Haus in Bendorf. Die aus Kontakten zum Leo-Baeck-College in London entstandene jüdisch-christliche Bibelwoche und die aus dem Kontakt zur Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz hervorgegangene christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft im mittelrheinischen Raum führten am 15. April 1971 zu dem offiziellen Beschluss, eine solche Gesellschaft für Koblenz zu gründen. Noch im Mai desselben Jahres erfolgte die Aufnahme in den Deutschen Koordinierungsrat.

Wir wollten dieses besondere Jubiläum punktgenau am 15. April 2021 im Historischen Rathaussaal feiern. Elmar Ries, langjähriger Vorsitzender der CJG, hätte sich darüber gefreut, seinen Festvortrag vor einem großen Publikum halten zu können, mit uns gute Musik zu genießen sowie Grußworten aus Stadt und Land zu lauschen.

Beim anschließenden Empfang wäre man ins Gespräch gekommen und hätte sich über alte Zeiten und neue Vorhaben ausgetauscht. Wie war das damals? Manches ging 1971 schneller als heute. So wundert man sich über einen wie selbstverständlich klingenden Satz im Gründungsprotokoll vom 15. April: Drei der acht Gründungsmitglieder werden beauftragt, „zum 21. ds. Js. eine Satzung des Vereins zu erarbeiten und zur Unterschrift vorzulegen.“ Heute würde das geringfügig länger als sechs Tage dauern. Andere Zeiten, andere Abläufe!

Da wir unter Pandemiebedingungen das Jubiläum nicht so feiern könnten, wie es angemessen wäre, hat der Vorstand beschlossen, auf eine Feier zu verzichten.

(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Feier zur Woche der Brüderlichkeit am 14.3.2021

Viele Veranstaltungen mussten pandemiebedingt abgesagt oder in abgeschwächter Form durchgeführt werden. Auch die Veranstaltung zur Woche der Brüderlichkeit in Koblenz haben wir schweren Herzens aufzugeben beschlossen, ehe wir etwas anbieten, an dem nur ein sehr eingeschränkter Kreis von Personen teilnehmen kann.
Die bundesweite Eröffnungsfeier zur "Woche der Brüderlichkeit" am 7.3.2021 in Stuttgart mit Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille fand ohne Publikum statt. Die Aufzeichnung von dieser Feier durch das SWR Fernsehen findet sich hier >>>

Das Leitthema der Woche der Brüderlichkeit lautet „… zu Eurem Gedächtnis: Visual History“. Erinnern und Gedenken spielen mit unterschiedlichen Akzenten sowohl im Judentum als auch im Christentum eine entscheidende Rolle. Beides sollte heute auch besonders in seiner gesamtgesellschaftlichen Bedeutung wahrgenommen werden.
Die Buber-Rosenzweig Medaille geht in diesem Jahr an Christian Stückl für seine Neubearbeitung der Oberammergauer Passionsspiele, die er im Lauf der Zeit immer mehr von antisemitischen Anspielungen gereinigt hat.
(Der Vorstand)

 

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01.2021

Am 27. Januar konnten in diesem Jahr pandemiebedingt keine Veranstaltungen vor Ort abgehalten werden, weder am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz noch in der Citykirche. Doch heißt das nicht, dass der Tag achtlos vorüberging. Es gab virtuelle Veranstaltungsformate.
Bei der Gedenkveranstaltung des Landtags Rheinland-Pfalz schlug dessen Präsident, Hendrik Hering in der Eingangsrunde eine Arbeitsgruppe des Landtags vor. Sie werde sich mit der Frage beschäftigen, wie die Erinnerungskultur weiterentwickelt werden könnte angesichts dessen, dass bald keine Zeitzeugen mehr unter uns sein werden. Diese Frage stellt sich auch hinsichtlich des Heimatbesuchs ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Koblenz und der Umgebung.
Die Stadt Koblenz hatte einen Filmbeitrag erarbeitet, der weiter verfügbar ist. Oberbürgermeister David Langner forderte nachdrücklich dazu auf, sich bewusst zu machen, was in der NS-Zeit an Grauenhaftem geschah und was im Vorfeld dazu geführt habe: „Irgendwann fängt es an“. Der Vorsitzende des Mahnmalvereins, Dr. Jürgen Schumacher, ging wie die Kulturdezernentin, Dr. Margit Theis-Scholz, auf jüdische Opfer aus dem Stadtgebiet Koblenz ein. Diese Menschen lebten „nicht an fernen Orten, sondern in unserer Stadt.“ Exemplarisch erzählte Dr. Schumacher von der Familie Schönewald aus der Bahnhofsstraße. Die drei Kinder gehörten zu den ganz wenigen der 600 jüdischen Bürgern und Bürgerinnen aus Koblenz, die überlebten; ihre Mutter, Berta Schönewald, wurde 1942 ermordet. Eindringlich sprach Dr. Schumacher die Hoffnung aus, dass das Wissen um die Vergangenheit zur Besonnenheit führen möge: „Der Zivilisationsprozeß ist nicht unumkehrbar.“ - Musikalisch gestaltet wurde die Gedenkstunde von zwei Mitgliedern der Familie Reinhardt.
Bei Einbruch der Dunkelheit brachten Vorstandsmitglieder des Mahnmalvereins stellvertretend für alle, die aufgrund der Beschränkungen nicht vor Ort sein durften, Personentafeln und Rosen am Mahnmal an und entzündeten Lichter. Bilder davon wurden bei der bundesweiten Aktion https://www.lichter-gegen-dunkelheit.de/ eingestellt.
Die Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier hatte anlässlich des 27. Januar 2021 einen kleinen Film vorbereitet. Vorgestellt werden Dr. Heinz Kahn (langjähriger Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz) sowie die Schwestern Erna, Hilda und Maria Reinhardt, https://vimeo.com/elenovela/agftrier
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Online-Veranstaltung vom 18.01.2021: Judentum verstehen: Die Feier des Schabbat und die schöpferische Ruhe

Der Schabbat ist für religiöse Juden der wöchentliche Ruhetag, reich an jahrtausendealter Tradition und – bei allen Regeln - geprägt von Lebensfreude. Er verschafft Mensch und Schöpfung eine bewusste Pause. Einen anschaulichen Einblick in das, was der Schabbat als Kraftquelle sein soll und kann, vermittelte ein Abend mit Arie Rosen und Yedidia Toledano.
Arie Rosen, als Sohn von Lea Fleischmann in Deutschland geboren und aufgewachsen, wanderte vor 35 Jahren nach Israel aus und ist heute in der Bildungsarbeit, auch interkulturell, tätig. Yedidia Toledano, ein chassidischer Musiklehrer, ergänzte den Vortrag gekonnt durch Lieder zum Schabbat. Beide waren online aus Jerusalem zugeschaltet.
Die über 50 Zuhörerinnen und Zuhörer bekamen durch eine interaktiv gestaltete Umfrage die Gelegenheit, sich selbst mit der Frage auseinanderzusetzen, was für sie einen wöchentlichen Feiertag ausmacht, sei es der Schabbat oder der Sonntag. Gibt es (abgesehen von Pandemiezeiten) noch folgende Merkmale: besondere Kleidung, Gottesdienstbesuch, festliches Essen mit der Familie und mit Freunden?
Die Veranstaltung stellte als Kooperation des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz, der Christlich-Jüdischen Gesellschaft und des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Rheinland-Süd. E. V. eine gelungene Premiere dar. Unsere Gesellschaft war mit etlichen Teilnehmenden sichtbar vertreten.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Paul-Eisenkopf-Preis

eisenkopfklein Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.

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Stolpersteine

steineAuf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person doku­mentiert sind.

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Links

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der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.

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