Aktuelles

Informationen zu länger zurückliegenden Veranstaltungen sind unter dem Menüpunkt BERICHTE zu finden.

 

Bruchim Habaim L‘Koblenz

Willkommen in Koblenz. 4. -11.09.2022

Unter diesem Motto lädt die Jüdische Kultusgemeinde Koblenz mit Unterstützung der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V. Koblenz (CJG) in ihre Räume und die der Jüdischen Gemeinde an der Nahe ein.

Weitere Kooperationspartner sind der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e. V. und der Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva e. V. 

Nachkommen jüdischer, in der NS-Zeit aus Koblenz geflohener Bürger:innen (Zeitzeug:innen der 2. Generation) sind in dieser Woche als Gast der CJG in der Stadt. Sie erleben gemeinsam mit Menschen aus Koblenz und der Region, dass sie willkommen sind. Ein bunter Strauß an Veranstaltungen lädt ein zu Begegnungen, zum gemeinsamen Rückblick sowie zur Freude am religiösen und kulturellen Erbe.

Das Programm für die öffentlich zugänglichen Veranstaltungen finden Sie hier >>> PDF >>>
Wenn nicht anders vermerkt, finden die Veranstaltungen in den Räumlichkeiten der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, Schwerzstr. 14, statt.

Wir hoffen auf unbeschwerte, möglichst wenig durch die Pandemie beeinträchtigte Veranstaltungen. Dennoch ein organisatorischer Hinweis: Sollten im Herbst für Koblenz veranstaltungsbezogene Verordnungen verfügt werden, informieren wir so frühzeitig wie möglich.

Zu allen Veranstaltungen sind Sie herzlich eingeladen.

 

Stolperstein-Verlegungen am 6. Juli 2022

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Sechs weitere Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Mitbürger, die unter der Verfolgung des Nationalsozialismus litten, wurden am Mittwoch, 6. Juli, in der Goldgrube verlegt.
Erich Spiegel lebte in der Waisenhausstraße 6 in einer damals sogenannten „Mischehe“ und wurde am 10.8.1943 in Auschwitz ermordet, die Familie Jordan lebte in der Gutenbergstraße 55. Die Eltern, Lion und Selma Jordan, wurden nach Theresienstadt verschleppt, wo der Vater starb, die Mutter wurde von Theresienstadt weiter nach Auschwitz deportiert und verstarb dort. Die volljährigen Kinder der Familie, Karoline, Friedrich Gustav und Hildegard konnten rechtzeitig nach Palästina oder in die USA emigrieren.
Schüler der St. Franziskus-Schule Koblenz hatten zusammen mit ihrem Geschichtslehrer, Herrn Michael Kranz, anhand der Residentenlisten der Stadt Koblenz die Schicksale recherchiert und stellten die Personen im Rahmen einer feierlichen Verlegung der Stolpersteine vor, die von ihnen auch würdig musikalisch umrahmt wurde. Die Schule will die Patenschaft für die Stolpersteine übernehmen, wie es auch schon für weitere Steine geschehen ist. So sollen Opfer des Holocaust auf lokaler, persönlicher Ebene kennengelernt werden, nicht nur die große unpersönliche Masse betrachtet werden.
Die Kulturdezernentin der Stadt Koblenz, Frau Dr. Theis-Scholz, würdigte in einer kurzen Ansprache das Gedenken an die jüdischen Mitbürger und betonte die Wichtigkeit der Erinnerung für die Zukunft. Neben Frau Dr. Theis-Scholz waren auch Frau Jung vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“, Pater Alban Rüttenauer, der neu gewählte Vorsitzende der christlich-jüdischen Gesellschaft Koblenz, sowie Nadine Schmitz, Vorstandsvorsitzende von „Modernes Wohnen“, vor deren Häusern die Steine verlegt wurden, anwesend.
Zum Gedenken an die Mitbürger wurden zum Abschluss der Veranstaltung weiße Rosen an den Stolpersteinen niedergelegt.
(Wolfgang Hüllstrung)

 

Tradition und Innovation:

Vorstandswahl vom 28.06.2022 und Verabschiedungen

Unsere Gesellschaft hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Der 55jährige Pater Prof. Dr. Alban Rüttenauer (Vincenz Pallotti University) tritt die Nachfolge von Kirchenrat Pfarrer Wolfgang Hüllstrung an, der die Position acht Jahre lang innehatte. Drei weitere Vorstandspositionen standen zur Wahl.

„Die rege Beteiligung an der Mitgliederversammlung zeigt, dass der Verein lebt, auch unter eingeschränkten Bedingungen in Zeiten der Pandemie“, betont der neue Vorsitzende. „Gerade jetzt beobachten wir, dass sich auch in Koblenz Vereine auflösen, weil sie niemanden finden, der für den Vorstand kandidiert. Es macht mich froh, dass wir alle Positionen besetzen konnten. Ich begrüße Dr. Paul Petzel (Andernach) als neuen Beisitzer.“ Weiterhin gehören Avadislav Avadiev als 1. Stellvertreter, Dr. Wilma Rademacher-Braick als 2. Stellvertreterin und Geschäftsführerin sowie Christoph Simonis dem Vorstand an.

Hr. Rüttenauer überschreibt seine Ideen für die nächsten Jahre mit „Tradition und Innovation: bewusst Bewährtes fortführen und beherzt Neues ausprobieren. Sich dieser Herausforderung zu stellen, ist auch das erklärte gemeinsame Ziel von uns als Gesamtvorstand“, betont er. „Da wird es etwa darum gehen, die hergebrachten regelmäßigen Veranstaltungen mit neuen ansprechenden Formaten zu versehen, einen lebendigen Austausch mit den eigenen Mitgliedern sowie den anderen Vereinen aufrechtzuhalten, um so auf Erwartungen von innen und außen angemessen reagieren zu können. Das Hauptziel bleibt bei alledem für uns die Überwindung von Antisemitismus und Intoleranz sowie die Förderung von Frieden und Dialog durch anhaltende Überzeugungsarbeit und gelebtes Beispiel.“

Zwei Mitglieder wurden aufgrund ihrer langjährigen Vorstandsarbeit gewürdigt und verabschiedet: Gernot Jonas und Hans-Werner Schlenzig. Die Verabschiedung von Hrn. Hüllstrung aus dem gewählten Vorstand und der Dank an ihn erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt.

(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Nachgeholtes Konzert im Rahmen von "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

Unter dem Titel "Songs of Salomon" (Plakat) fand am Sonntag, 26. Juni, 19 Uhr, in der Florinskirche ein nachgeholtes Koinzert im Rahmen des Festjahrs "Jüdisches Leben in Deutschland" statt. Aufgeführt wurden Werke hebräischer und latenischer Psalmen aus jüdischer und christlicher Musiktradition. vertont von Salomone Rossi, Aspirillio Pacelli, Claudio Monteverdi und Heinrich Schütz. Dabei wurden in hebräischer Sprache mehrstimmige Vertonungen folgender Gebete aus der jüdischen Liturgie vorgetragen: Hashkivenu Adonai, Shir Hama'alot, Mizmor leToda, Ein Keloheinu und Adon Olam (siehe hier das Programm).
Musiziert haben das Mozarteum vocalEnsemble Salzburg, das Ensemble Cantus Floridus, die Cappella Confluentes unter Leitung von Jörn Andresen. Das Konzert wurde finanziell gesponsert von der Evangelischen Kirche im Rheinland und war Teil der landeskirchlichen Konzertreihe "Begegnungen mit Musik aus jüdischer und christlicher Tradition".
(Wolfgang Hüllstrung)

 

"Lebens.Kunst.Weisheit. Eine Ausstellung". 24. Juni – 17. Juli 2022

Wir freuen uns sehr, dass eine zweimal verschobene Ausstellung zum Thema „Weisheit“ nun durchgeführt werden kann. Die von einem Autoren -Team vorbereitete Wanderausstellung wurde schon an mehreren Orten gezeigt. In Koblenz wird sie durch die Katholische Hochschulgemeinde Koblenz, die Katholische Erwachsenenbildung, die Citykirche Koblenz am Jesuitenplatz und die CJG realisiert.
Pfarrer Johannes Stein, (Mitglied des Autoren-Teams und) neues Mitglied im erweiterten Vorstand der CJG, gestaltet einige der Begleitveranstaltungen.
Alle Details zur Ausstellung und zum Programm finden Sie hier. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, dem 24. Juni 2022, 19:00 Uhr, in der Koblenzer Citykirche.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Ehrung von zwei Verstorbenen durch Setzen von zwei Bäumen, 26. März 2022

Ein Mitglied unserer Gesellschaft, Frau Ingeborg Markowski, hat großzügig die Kosten für die Pflanzung von zwei Bäumen in Vallendar übernommen. Bei der Aktion vom 26. März setzte unser Vorstandsmitglied Prof. Dr. Alban Rüttenauer im Rahmen der Festtagswaldpflanzung 2022 einen Baum für den früh verstorbenen langjährigen 1. Vorsitzenden der CJG, Prof. Dr. Paul Eisenkopf (1939 – 2003). Nach ihm ist der Preis benannt, den die CJG alle paar Jahre verleiht (Nähere Informationen zu ihm und zu diesem Preis finden Sie auf dieser Homepage). Fragt man diejenigen, die ihn kannten, beginnen sie sofort, von ihm und seiner den Menschen zugewandten Art zu sprechen. Sein besonders Anliegen galt dem Heimatbesuch ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger.
Für eine dieser Heimatbesucherinnen pflanzte Dr. Wilma Rademacher-Braick einen Baum: Lea Sassoon, geboren am 15.08.1934 in Vallendar, gestorben am 12.11.2021 in Tel Aviv. Ihrer Mutter, Erna Levy, geb. Scheye, war es noch in den dreißiger Jahren gelungen, dem Naziterror mit ihrer Tochter zu entkommen.
Lea Sassoon hat an die zwanzigmal am Heimatbesuch der CJG teilgenommen. Es lag ihr viel daran, sich an ihre Wurzeln am Rhein zu erinnern, aber auch von ihrer neuen Heimat Israel zu erzählen. Viele, viele Jahre lang war ein Heimatbesuch ohne einen bis ins Detail vorbereiteten Vortrag von Lea Sassoon im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz kaum vorstellbar. Die CJG verliert mit ihr eine wache, couragierte Frau und eine der letzten Zeitzeuginnen der 1. Generation.
(Der Vallendarer Festtagswald entsteht auf einer Lichtung am dortigen Panoramaweg (parallel der Jahnstraße auf der Höhe der Sporthalle der Realschule plus). Die Bäumchen sind mit Namensschildchen kenntlich gemacht.)
Möge die Erinnerung an Paul Eisenkopf und Lea Sassoon ein Segen sein!
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)


Übergabe der Publikation "Jüdisches Leben in Koblenz und Umgebung" an die Jüdische Kultusgemeinde und die CJG am 14. März 2022

Die Koblenzer Kulturdezernentin, PD Dr. Margit Theis-Scholz, nahm das Purim-Fest 2022 zum Anlass, feierlich die Broschüre „Jüdisches Leben in Koblenz und Umgebung“ zu überreichen. Stellvertretend für die Herausgeber waren Dr. Andreas Metzing, Evangelische Kirche im Rheinland. Archivstelle Boppard, und apl. Prof. Dr. Thomas M. Schneider, Universität Koblenz-Landau, im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz zugegen. Deren 1. Vorsitzende, Avadislav Avadiev, und die Geschäftsführerin der CJG, Dr. Wilma Rademacher-Braick, dankten der Stadt Koblenz dafür, dass die Broschüre kostenlos an Koblenzer Schulen weitergegeben werden kann. Die Geschichte jüdischer Bürgerinnen und Bürger verstärkt im Unterricht zu behandeln ergänzt in guter Weise die Stolpersteinpatenschaften von Schulen. Einige „exemplarische Unterrichtsmaterialien und -ideen samt Hinweisen für die Lehrkräfte“ (so die Herausgeber im Vorwort der Broschüre) laden dazu ein, jungen Menschen „Jüdisches Leben in Koblenz und Umgebung“ als selbstverständlichen Teil der Orts- und Regionalgeschichte näher zu bringen.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Woche der Brüderlichkeit vom 6.-13. März 2022

Am Sonntag, 6. März 2022, wurde die Woche der Brüderlichkeit in Osnabrück eröffnet. Sie stand in diesem Jahr unter dem Motto "Fair Play - Jeder Mensch zählt". Die Eröffnungsveranstaltung wurde als Online-Veranstaltung konzipiert und per Livestream übertragen. Nähere Informationen unter: https://www.deutscher-koordinierungsrat.de/wdb-aktuell
In Koblenz konnte auch in diesem Jahr bedauerlicherweise keine eigene Veranstaltung stattfinden. Der Vorstand hatte die Mitglieder der Gesellschaft zuvor mit einem Schreiben und einer Grußkarte darüber informiert. Die Grußkarte, die Sie hier finden, lässt uns einen Blick tun in den Innenraum der Koblenzer Synagoge und spricht mit einem Motiv des Wandgemäldes im Gemeindesaal unser aller Wunsch nach SHALOM aus.
"Fair Play - Jeder Mensch zählt" – dieses Motto der Woche der Brüderlichkeit hat in ungeahnter Weise Aktualität bekommen. Es ist Beschreibung dessen, was für uns Geltung hat und zugleich Handlungsaufforderung ist. Beten wir um Frieden in Europa, setzen uns nach Kräften für ihn ein, und halten wir dabei Frieden in unserem Umfeld!
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)


Gedenken an die NS-Opfer am 27. Januar 2022

Gedenken an die NS-Opfer am 27. Januar 2022 anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945
Am diesjährigen 27. Januar gedachte Koblenz „der ehemaligen, vor allem jüdischen Nachbarn aus Koblenz und Umgebung, die dem Rassenhass Hitler-Deutschlands zum Opfer fielen, in sieben Deportationen von Koblenz aus ‚nach dem Osten‘ verschleppt und im Holocaust ermordet wurden“ (Handzettel der Stadt Koblenz sowie der ausrichtenden Vereine: Förderverein Mahnmal Koblenz, CJG und Freundschaftskreis Koblenz - PetahTikva).
Die Gedenkveranstaltung auf dem Reichensperger Platz fand wegen der Corona-Pandemie nur im kleinen Rahmen eingeladener Gäste statt.
Die anschließende Gedenkstunde in der Citykirche am Jesuitenplatz wurde ohne Publikum aufgezeichnet und konnte per Livestream miterlebt werden. Es sprachen der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner, der Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal, Dr. Jürgen Schumacher, Superintendent Rolf Stahl (Evangelische Kirche), Dechant Thomas Darscheid (Katholische Kirche), Pfarrer Ralf Staymann (Altkatholische Kirche) sowie ein Vertreter der Jüdischen Kultusgemeinde. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Santana Reinhardt.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)


Einführung des neuen Landesrabbiners am 5. Dezember 2021

Der Landesverband jüdischer Gemeinden Rheinland-Pfalz hatte am 5.12.2021 zur Einführung eines neuen Landesrabbiners eingeladen. Bisher gab es in Rheinland-Pfalz kein solches Amt. Von daher stellt die Einführung von Herrn David Schwezoff zum Landesrabbiner ein für das jüdische Leben in Rheinland-Pfalz bedeutsames Ereignis dar.
Zu der Einführungsfeier am Sonntag, 5.12.2021, 14 Uhr, in der Synagoge in Koblenz kamen zahlreiche eingeladene Gäste aus Politik, öffentlicher Verwaltung und Kirchen. In der jüdischen Allgemeine wurde ein Bericht dazu veröffentlicht (hier aufrufbar).
(Wolfgang Hüllstrung)

 

Paul-Eisenkopf-Preis

eisenkopfklein Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.

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Stolpersteine

steineAuf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person doku­mentiert sind.

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Links

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der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.

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