Aktuelles

Informationen zu länger zurückliegenden Veranstaltungen sind unter dem Menüpunkt BERICHTE zu finden.

 

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2021

Am 27. Januar konnten in diesem Jahr pandemiebedingt keine Veranstaltungen vor Ort abgehalten werden, weder am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz noch in der Citykirche. Doch heißt das nicht, dass der Tag achtlos vorüberging. Es gab virtuelle Veranstaltungsformate.
Bei der Gedenkveranstaltung des Landtags Rheinland-Pfalz schlug dessen Präsident, Hendrik Hering in der Eingangsrunde eine Arbeitsgruppe des Landtags vor. Sie werde sich mit der Frage beschäftigen, wie die Erinnerungskultur weiterentwickelt werden könnte angesichts dessen, dass bald keine Zeitzeugen mehr unter uns sein werden. Diese Frage stellt sich auch hinsichtlich des Heimatbesuchs ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Koblenz und der Umgebung.
Die Stadt Koblenz hatte einen Filmbeitrag erarbeitet, der weiter verfügbar ist. Oberbürgermeister David Langner forderte nachdrücklich dazu auf, sich bewusst zu machen, was in der NS-Zeit an Grauenhaftem geschah und was im Vorfeld dazu geführt habe: „Irgendwann fängt es an“. Der Vorsitzende des Mahnmalvereins, Dr. Jürgen Schumacher, ging wie die Kulturdezernentin, Dr. Margit Theis-Scholz, auf jüdische Opfer aus dem Stadtgebiet Koblenz ein. Diese Menschen lebten „nicht an fernen Orten, sondern in unserer Stadt.“ Exemplarisch erzählte Dr. Schumacher von der Familie Schönewald aus der Bahnhofsstraße. Die drei Kinder gehörten zu den ganz wenigen der 600 jüdischen Bürgern und Bürgerinnen aus Koblenz, die überlebten; ihre Mutter, Berta Schönewald, wurde 1942 ermordet. Eindringlich sprach Dr. Schumacher die Hoffnung aus, dass das Wissen um die Vergangenheit zur Besonnenheit führen möge: „Der Zivilisationsprozeß ist nicht unumkehrbar.“ - Musikalisch gestaltet wurde die Gedenkstunde von zwei Mitgliedern der Familie Reinhardt.
Bei Einbruch der Dunkelheit brachten Vorstandsmitglieder des Mahnmalvereins stellvertretend für alle, die aufgrund der Beschränkungen nicht vor Ort sein durften, Personentafeln und Rosen am Mahnmal an und entzündeten Lichter. Bilder davon wurden bei der bundesweiten Aktion https://www.lichter-gegen-dunkelheit.de/ eingestellt.
Die Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier hatte anlässlich des 27. Januar 2021 einen kleinen Film vorbereitet. Vorgestellt werden Dr. Heinz Kahn (langjähriger Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz) sowie die Schwestern Erna, Hilda und Maria Reinhardt, https://vimeo.com/elenovela/agftrier
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Online-Veranstaltung vom 18.01.2021: Judentum verstehen: Die Feier des Schabbat und die schöpferische Ruhe

 Der Schabbat ist für religiöse Juden der wöchentliche Ruhetag, reich an jahrtausendealter Tradition und – bei allen Regeln - geprägt von Lebensfreude. Er verschafft Mensch und Schöpfung eine bewusste Pause. Einen anschaulichen Einblick in das, was der Schabbat als Kraftquelle sein soll und kann, vermittelte ein Abend mit Arie Rosen und Yedidia Toledano.
Arie Rosen, als Sohn von Lea Fleischmann in Deutschland geboren und aufgewachsen, wanderte vor 35 Jahren nach Israel aus und ist heute in der Bildungsarbeit, auch interkulturell, tätig. Yedidia Toledano, ein chassidischer Musiklehrer, ergänzte den Vortrag gekonnt durch Lieder zum Schabbat. Beide waren online aus Jerusalem zugeschaltet.
Die über 50 Zuhörerinnen und Zuhörer bekamen durch eine interaktiv gestaltete Umfrage die Gelegenheit, sich selbst mit der Frage auseinanderzusetzen, was für sie einen wöchentlichen Feiertag ausmacht, sei es der Schabbat oder der Sonntag. Gibt es (abgesehen von Pandemiezeiten) noch folgende Merkmale: besondere Kleidung, Gottesdienstbesuch, festliches Essen mit der Familie und mit Freunden?
Die Veranstaltung stellte als Kooperation des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz, der Christlich-Jüdischen Gesellschaft und des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Rheinland-Süd. E. V. eine gelungene Premiere dar. Unsere Gesellschaft war mit etlichen Teilnehmenden sichtbar vertreten.
(Dr. Wilma Rademacher-Braick)

 

Nachruf auf Hans-Peter Kreutz

Die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V. Koblenz trauert um Hans-Peter Kreutz, der am 17.12.2020 völlig überraschend verstorben ist. Mit Hans-Peter Kreutz haben wir einen Menschen verloren, der die Arbeit unserer Gesellschaft stets unterstützend und engagiert begleitet hat. Lange Jahre war er als Geschäftsführer tätig. Bis heute hat er die Stolperstein-Verlegungen für Koblenz und Umgebung organisiert und koordiniert. Und auch in anderen Bereichen des kulturellen Lebens unserer Stadt hat er sich durch sein tatkräftiges Engagement verdient gemacht.

In Dankbarkeit gedenken wir seiner - und trauern mit Familie Kreutz.

(Wolfgang Hüllstrung)

 

Pogromnacht-Gedenken am 9. November 2020

Das diesjährige Pogromnacht-Gedenken fand am 9. November 2020, 18 Uhr, statt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte in diesem Jahr keine längere Gedenkveranstaltung im Gemeindesaal der Synagoge begangen werden. Deshalb gabe es von 18.00-18.30 Uhr ein gemeinsames Gedenken am Platz vor dem Mahnmal auf dem jüdischen Friedhof an der Schwerzstraße. Nicht nur Mitglieder der christlich-jüdischen Gesellschaft und der jüdischen Kultusgemeinde haben teilgenommen. Auch viele Personen aus dem öffentlichen Leben (Politik, Kirchen, Gerichte, Polizei) sind der Einladung gefolgt.

Gesprochen haben Oberbürgermeister Langner, der Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde, Avadislav Avadiev, sowie der Vorsitzende der Christlich-Jüdischen Gesellschaft, Pfarrer Hüllstrung. Der Vorbeter der Gemeinde hat aus der hebräischen Liturgie einige Gebete rezitiert. Außerdem hat der Oberbürgermeister einen Kranz am Mahnmal verlegt.

(Wolfgang Hüllstrung)

 

Vortragsreihe zum Judentum ab 3. November 2020

Am 3.11.2021 um 18 Uhr beginnt eine Vortragsreihe in der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz (Schwerzstraße 14) zu vier Themenbereichen:

  • "Die Grundlage des Judentums: Religion oder Lebensweise?"
  • "Jüdischer Gottesdienst – ungewohnt und vertraut"
  • "Jüdische Feiertage"
  • "Familien im Judentum"

Gehalten werden die Vorträge von Avadislav Avadiev, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz wie auch des Landesverbands der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz.

Die weiteren Termine der Vorträge sind: 4.12.2020, 16.30 Uhr, 27.4.2021, 18 Uhr, und 8.6.2021, 16.30 Uhr.

Nähere Informationen erhält man bei der Katholischen Familienbildungsstätte Koblenz e. V. (www.fbs-koblenz.de), wo man sich auch anmelden kann.

(Wolfgang Hüllstrung)

 

Heimatbesuch 2020 musste abgesagt werden

Wegen der Auflagen für persönliche Kontakte und Reise-Beschränkungen sah sich der Vorstand leider gezwungen, den Heimatbesuch 2020 abzusagen. Seit Bestehen unserer Gesellschaft ist dies nun das zweite Mal, dass der Heimatbesuch ausfällt. Deshalb hat sich der Vorstand diese Entscheidung keinesfalls leicht gemacht. Im nächsten Jahr soll der Heimatbesuch aber auf jeden Fall wieder stattfinden. Als Termin ist dafür festgelegt worden: 4.-11. Juli 2021.
(Wolfgang Hüllstrung)

 

Gruss vom Vorstand zu Pessach und Ostern

Liebe Mitglieder und Freunde!
Mit großem Bedauern mussten wir alle Veranstaltungen, die wir für das Frühjahr geplant hatten, absagen - aus bekannten Gründen. Nun stehen der jüdischen Gemeinde die Feiertage zu Pessach bevor, den Christen die Karwoche und Ostern - und zum ersten Mal seit langem werden Viele von uns diese religiösen Festtage nicht im Familien- und Freundeskreis begehen können.
So können wir nur hoffen, dass in dieser seltsamen Zeit, in denen wir alle in unserer Bewegungs- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt sind, von Pessach, dem Fest der Freiheit, eine heilsame Botschaft und Kraft ausgeht. Das wünschen wir den Gemeindemitgliedern der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz von ganzem Herzen - aber ebenso den christlichen Gemeinden, die traditionell im Gottesdienst an Gründonnerstag das Pessach-Kapitel im 2. Buch Mose / Schemot verlesen.
Wir wünschen Ihnen allen gesegnete Feiertage! Möge uns die Zeit nach den Feiertagen eine Rückkehr zu vertrauten und stabilen Verhältnissen ermöglichen, in denen wir wieder Besuche machen und Freundschaften pflegen können und das Gemeindeleben ebenso wie die Aktivitäten unserer Gesellschaft wieder aufblühen!
Mit herzlichem Gruß, Wolfgang Hüllstrung (Erster Vorsitzender)

 

Vortrag im Rahmen der Reihe "Große jüdische Denker/innen" über Hannah Arendt am 23. März 2020

!! VERANSTALTUNG WURDE WEGEN DER CORONA-PANDEMIE ABGESAGT !!    Der vierte Vortrag im Rahmen der Reihe "Große jüdische Denker/innen" wird der in Hannover geborenen Philosophin und politischen Theoretikerin Hannah Arendt gewidmet sein. Der Philosoph Dr. Martin Braun, Lehrer am Koblenz-Kolleg und Lehrbeauftragter der Universität Koblenz, wird Leben und Werk Arendts vorstellen.
Zeit/Ort: Montag, 23.03.2020, 19 Uhr, im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde Kob­lenz, Schwerzstraße 14

 

Paul-Eisenkopf-Preis

eisenkopfklein Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.

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Stolpersteine

steineAuf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person doku­mentiert sind.

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Links

logo cjg 100und weiterführende Informationen

der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.

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