In Kooperation mit zwei Evangelischen Kirchengemeinden wurde die Wanderausstellung „HerStories. Geschichten jüdischer Frauen des 20. Jahrhunderts“, mit einem Begleitprogramm präsentiert in Andernach (15. - 21. Juni 2025) und in Winningen (22 - 29. Juni 2025)
„Die Ausstellung“, so der Initiator Centropa, „beleuchtet die europäisch-jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts aus dem Blickwinkel von sieben jüdischen Frauen aus Deutschland, Polen, Griechenland, Spanien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien. […]
Die gesammelten (Über-)Lebensgeschichten offenbaren nicht nur individuelle Schicksale, sondern erläutern auch ihre Rollen als Frauen in der Gesellschaft und ihre Überlebensstrategien während des Kriegs. Sie illustrieren, wie diese Frauen nach dem Holocaust ihr Leben wieder aufbauten. Die Ausstellung verknüpft die sieben Biographien miteinander und vermittelt somit ein vielschichtiges Bild der europäisch-jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts aus weiblicher Perspektive.“
Ergänzt wurde die Ausstellung durch ein ortsspezifisch begleitendes Programm. Dieses findet sich hier >>> im Detail abgebildet.
Über dreißig Menschen waren ehrenamtlich an der Vorbereitung und Umsetzung der Ausstellung beteiligt. Ihnen allen sei herzlich gedankt!
Vera Szekeres-Varsa (geb. 1933), eine der in der Wanderausstellung zu Worte kommenden Frauen, bringt das Ziel der Ausstellung, ohne von ihr gewusst zu haben, auf den Punkt: Es „sollte die nächste Generation von der Verfolgung wissen, weil sie lernen sollte, dass jede Verfolgung im allerersten Moment mit den stärksten Mitteln beendet werden sollte.“
Foto Ev. Christuskirche Andernach, Bildrechte: Lisa Schroeder

Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.
Auf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person dokumentiert sind.
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