Das Beispiel von Oskar und Emilie Schindler“, 24.09.2026
Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, Standortvertretung Rheinische Landesbibliothek, Koblenz, lud mit einem informativ gestalteten Handzettel in seine Räume ein. Der Abend war eine Kooperationsveranstaltung mit der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz und unserer Gesellschaft.
Nach der Begrüßung durch Benjamin Merkler (Standortvertreter Rheinische Landesbibliothek) war den Kooperationspartnern die Gelegenheit gegeben, sich mit einem kurzen Blick auf die eigene Geschichte vorzustellen. Den ersten Impulsvortrag hielt Avadislav Avadiev, Vorsitzender Jüdische Kultusgemeinde Koblenz. Die Christlich-jüdische Gesellschaft Koblenz e.V. wurde durch die Unterzeichnerin vorgestellt.
Im zweiten Teil des Abends, dem Hauptteil, erzählte Prof. Erika Rosenberg-Band von Oskar und Emilie Schindler. Sie ist Schriftstellerin und Biografin der beiden. Rosenberg-Band, deren Eltern, jüdische Menschen, in der NS-Zeit nach Argentinien geflohen waren, machte dort die Bekanntschaft von Emilie Schindler, einer hellwachen älteren Dame, und blieb in Kontakt mit ihr. So konnte sie als Augen- und Zeitzeugin so manches vortragen, was anderen verborgen ist.
Dass Emilie Schindler in Argentinien ein sehr zurückgezogenes, karges Leben in einem winzigen Häuschen auf dem Lande führte, wirft ein neues Licht auf diese Frau, die maßgeblich – so Rosenberg-Band – für die Rettung von jüdischen Menschen während der NS-Zeit sorgte. Dies sei in den Film „Schindlers Liste“ des Regisseurs Steven Spielberg nicht deutlich gemacht worden.
(Wilma Rademacher-Braick)

Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.
Auf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person dokumentiert sind.
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